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NPD Rückzug von der Kommunalwahl?

Eine Einschätzung des Antifaschistisches Netzwerkes Münster- und Osnabrücker Land:

Eigenangaben zufolge hat der NPD-Kreisvorstand am Wochenende beschlossen nicht zur Kommunalwahl 2009 anzutreten. Entwarnung bedeutet dies aber noch nicht, da sie sich jetztangeblich auf die kommende Bundestagswahl konzentrieren wollen.
Die NPD gibt seit anderthalb Jahren vor ihre Kräfte vollständig auf ihre Kandidatur bei der Kommunalwahl zu legen. Dass sie jetzt nicht mehr antreten wollen, zeigt wie sehr der geschlossene antifaschistische und zivilgesellschaftliche Widerstand und Kemnas Veruntreuung im Kreis Steinfurt ihre Position und Arbeitsfähigkeit nachhaltig geschwächt hat.

Die Verurteilung Erwin Kemnas, dem Ex-Bundesschatzmeister der NPD, wegen Untreue scheint das gegenseitige Vertrauen der NPD Mitglieder mehr erschüttert zu haben, als sie anfangs wahr haben wollten. Der Vorwurf gegenüber den “Systemparteien” welche nur in die eigene Tasche wirtschaften würden, trifft nun auch sie selbst, wenn der eigene Bundesschatzmeister der Partei mehrere hunderttausend Euro hinterzieht und zur Rettung seines Küchengeschäfts nutzt, anstelle mit dem Geld die vorgesehene rassistische Propaganda zu finanzieren. (Rassist_innengeld zu Spülmaschinen!)

Dieses nicht Erfüllen der eigenen Vorgaben zerstört die Glaubwürdigkeitder NPD, führt zu heftigen internen Streitigkeiten und wirkt so abschreckend auf potentielle Mitglieder und Sympathisant_innen, welche aber dringend als Kandidat_innen benötigt werden. So redet die NPD selbst von einer Überforderung mit der jetzigen Situation und dem Wahlkampf, was darauf schließen lässt, dass sie ihren Aktivist_innenstamm trotz öffentlichkeitswirksamer Aktionen nicht nennenswert vergrößern konnten.

Abschreckend für Sympathisant_innen wirkt sicherlich auch der breite Widerstand, der der NPD in den letzten anderthalb Jahren entgegenschlug. So entstanden im gesamten Kreis Steinfurt Netzwerke gegen die Extreme Rechte, die erfolgreich NPD-Infostände verhinderten, Info-und Lehrveranstaltungen organisierten (z.B. in Emsdetten) und mit eigenen Aktionen und Inhalten an die Öffentlichkeit traten (z.B. in Greven). Durch diese Bündnisse ist es gelungen der NPD gerade auch in ländlichen Gebieten nicht das Feld zu überlassen und ihr ihre Räume zu nehmen. Es hat sich gezeigt, dass sich die NPD durch entschlossenen Widerstand
zurückdrängen lässt.

Der angekündigte Rückzug der NPD von der Kommunalwahl ist sicherlich ein großer Erfolg, den alle Antifaschist_innen im Münsterland feiern können. Dennoch gibt es den Kreisverband Steinfurt und den Ortsverband Rheine immer noch. An ihrer menschenverachtenden Ideologie hat sich nichts geändert und sie werden diese vermutlich auch weiterhin verbreiten, spätestens im Bundestagswahlkampf 2009. Deswegen gilt es weiterhin ihnen keinen Raum zu überlassen und zu intervenieren wo immer sie auftauchen und sich ausbreiten wollen.

ein super Konzert…

Ein „Rock gegen Rechts“ sollte schon im Frühjahr im JKZ Scheune stattfinden. Nachdem dies, aufgrund von (angeblichen) Drohungen Rechtsextremer vom Leiter der Scheune abgesagt wurde, musste geeigneter Ersatz her. Dieser wurde in den Räumlichkeiten des FrAZ e.V. in Osnabrück gefunden- und das Konzert „Love music – Hate fascism [reloaded]“, welches nun letzten Samstag, den 15.11.08 dort stattfand, kann als voller Erfolg angesehen werden.

So fand nicht nur das Konzert mit etwa 100 Besuchern großen Anklang,auch die kostenlose Infoveranstaltung im Vorfeld wurde interessiertverfolgt. Manuel K., einer der Zuhörer fasst diesanschließend sozusammen: „Es ist erschreckend, mit welchen Mitteln die Rechtenvorwiegend Jugendliche für ihre Zwecke ködern. Das zeigt, wie wichtig antifaschistische Arbeit ist. Ein großes Lob an die Jugendantifa, die die Veranstaltung heute ermöglicht hat.“

Daniel Steingräber von der Jakst fand klarere Worte: „Natürlich sehenwir heute viele antifaschistische Jugendliche hier, darunter viele aus dem Kreis Steinfurt. Umso mehr zwickt es aber das wir im Kreis Steinfurt nicht die möglichkeit hatten ein solches Konzert zu veranstalten. Das Ausweichen auf Osnabrück darf also nur eine vorübergehende Lösung sein.“

Dass antifaschistisches Engagement nicht automatisch zu Gewalt oder ähnlichem führt, machte der Konzertabend noch einmal deutlich. So gab es keine besonderen Vorkommnisse abseits des Konzertes. Weder kam es zu Störungen von rechten, noch musste die Polizei an diesem Abend
anwesend sein.

„Uns überrascht es nicht sonderlich, dass alles friedlich geblieben ist. Auch unsere Spontane Kundgebung für das verbotene Konzert blieb damals störungsfrei. Es bleibt festzuhalten: Das Konzert war ein voller Erfolg und wir konnten damit ein deutliches Zeichen senden, auch nach Ibbenbüren“ schließt Daniel.

Wir danken den Bands und den Besuchern für den schönen Abend und ihre
Courage.

Love music-Hate fascism [reloaded]

Konzert, veranstaltet von der Jugendantifa Kreis Steinfurt, am Samstag den 15.November
doors: 19.30 Uhr,
Beginn: 20.00 Uhr
Infoveranstaltung um 18.00 Uhr
im FrAz. e.V. Osnabrück, Liebigstraße 29

Mit:
December Peals (Rock) aus Ibbenbüren
Lafftrak (Punk /Comedy/Glam Rock) aus Hannover
Choke Isp (Skapunk) aus Hannover
Millway (Grunge) aus Lingen

Vor einem halben Jahr wurde unser letzter Versuch mit einem Konzert eine antifaschistische Plattform in Ibbenbüren zu schaffen, verboten.
Dass antifaschistisches Engagement sich nicht verbieten lässt, versteht sich von selbst. Es gewinnt zudem an Wichtigkeit, da die Kommunalwahlen 2009 in immer greifbarere Nähe rücken. Die NPD hält an ihrem Ziel in den Kreistag in Kreis Steinfurt fest. So häufen sich Flyerverteilaktionen der NPD Kreisverbände. Auch wird ein vermehrtes Auftreten von rechten Aktivisten bei öffentlichen Veranstaltungen mit antifaschistischem Charakter beobachtet.
Umso wichtiger ist es, dass wir mit dem Konzert ein deutliches Zeichen gegen ihre menschenverachtene Propaganda setzen. Infos gibt es neben dem Konzert, sowie im Vorfeld, wo eine Infoveranstaltung zu extrem rechten Gruppierung, wie der NPD im Münsterland/Kreis Steinfurt stattfindet.

Weiter Infos zu rechten Gruppierungen im Münster- und Osnabrücker Land findest du hier

Was ist überhaupt der FrAZ e.V.?
Der FrAZ e.V. hat in Osnabrück Räume für ein Selbstverwaltetes Zentrum angemietet. Hier finden seit dem politische Arbeit, Infoveranstaltungen, Workshops, Konzerte und vieles mehr statt.

Und wie komme ich dahin?
map fraz
Wie du nach Osnabrück kommst, z.B. mit dem Bus, checkts du am besten auf der Website der Bahn . Dort findet sich auch der Fahrplan für Nachtbusse etc.
Wenn du aus Richtung Ibbenbüren kommst, mit Bus und Bahn die Haltestelle Osnabrück, Hasetor nehmen
Vom Hasetor in Osnabrück Richtung Domschule/Cinema Arthouse.
An der ersten Kreuzung unter der Bahnbrücke links durch und sofort wieder rechts.
Der Straße folgen (eine weitere Überschneidung mit der Bahnlinie, diesmal geht es drüber her) und schon sieht mensch auf der linken Seite ein großes rotes Haus.
Durch den Torbogen an der Schranke vorbei in den Hinterhof. Rechte grüne Tür mit FrAZ e.V. Zeichen am Eingang und ab in den dritten Stock!

Antifaschistischer Protest wird kriminalisiert

Da das von uns geplante „Rock gegen Rechts“ am 19.4 kurzfristig verboten wurde und das Jugendamt Ibbenbüren sich Freitag Mittag nicht mehr in der Lage sah, das Verbot aufzuheben, organisierten wir eine spontane Kundgebung gegen die Entscheidung der Stadt.
Bereits während der friedlichen Kundgebung wurden Teilnehmer kriminalisiert indem Personalien ohne ersichtbaren Grund aufgenommen, sowie sämtliche Teilnehmer von der Polizei abgefilmt wurden.
Jetzt wird Menschen die der Kundgebung beiwohnten vorgeworfen, durch musikalische Begleitung der Kundgebung Ruhestörung begangen zu haben und sie wurden dazu aufgefordert eine Geldstrafe zu bezahlen.
Antifaschistischer Protest wird einmal mehr kriminalisiert und Jugendlichen die Möglichkeit genommen, sich aktiv rechtem Gedankengut entgegen zu stellen.

Ein Statement zu sämtlichen Missverständnissen und Halbwahrheiten…

Mit diesem Statement wollen wir sämtliche Missverständnisse und Halbwahrheiten bzgl. des von uns organisiertem „Love music – Hate fascism“ Konzerts, das am 19.04. statt finden sollte, aus der Welt schaffen.
Um es gleich am Anfang klar zu stellen, wir haben das Konzert organisiert. Wir haben uns um die Bands gekümmert und für das Konzert geworben. Folglich sind wir auch der Veranstalter.
Die Rolle die dabei die Scheune spielen sollte, war lediglich die zur Verfügungstellung von Technik, Security und den Räumlichkeiten, für die wir im übrigen auch noch bezahlt hätten.
Es wird uns unterstellt, dass wir dem Leiter der Scheune verheimlicht haben, mit wem er es zu tun hat. Explizit ist der Name Antifa tatsächlich nicht gefallen. Doch auf unserer Homepage, auf die auf den Plakaten und Flyern deutlich hingewiesen wird, wird sofort klar, dass wir die Jugendantifa sind.
Die Behauptungen, es seien mehrere Arten von Plakaten und Flyern im Umlauf, bzw. noch besser, wir hätten unseren Namen nachträglich auf Plakate gesetzt, sind schlichtweg falsch. Es gibt nur eine Art von Plakaten und Flyern und diese wurden von uns gestaltet. Auch die Scheune muss für ihre Ankündigung auf ihrer Homepage auf unsere Flyer bzw. die Kopie auf unserer Homepage zurück gegriffen haben. Darüber hinaus sollte es doch vollkommen irrelevant sein, wer ein Konzert, das sich gegen die menschenverachtenen Ideologie von der Rechten richtet, organisiert, bzw. veranstaltet.
Gerade auch die angeblich erhaltenen Bombendrohungen gegen die Scheune, sollten deutlich zeigen, dass die Umtriebe der extremen Rechten nicht zu verharmlosen sind und ein Konzert, wie es von uns geplant wurde, noch erforderlicher machen.
Trotz jeglicher Bedenken und Vorurteilen seitens der Scheune, dass eine Antifa Veranstaltung folglicher Weise zu krassen Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links führen muss, verlief unsere spontane Kundgebung komplett friedlich.
Auch wenn die Polizei versuchte, uns durch das Abfilmen der TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, hatte die Polizei mit der planmäßigen Auflösung der Veranstaltung nichts zu tun. Der Vorwurf, die Polizei sei auf Grund von Ruhestörung bei der Kundgebung erschienen ist an den Haaren herbeigezogen. So patrouillierten bereits vor dem offiziellen Beginn der Kundgebung Streifenwagen an der Scheune, obwohl noch kein Lärm an die Ohren der Ibbenbürener Bürger gedrungen war.
Die Kundgebung war nötig geworden, nachdem das Jugendamt am Freitag Mittag nicht mehr in der Lage war, die Entscheidung vom Leiter der Scheune rückgängig zu machen und so das Verbot des Konzerts endgültig machte.
Auch hat das Antifaschistische Netzwerk Münster- und Osnabrücker Land weder mit der Kundgebung noch mit dem Konzert etwas zu tun. Diese zeichnen sich lediglich für einen Solidaritätsaufruf verantwortlich, für denen wir ihnen sehr dankbar sind.
Nach einem solch schweren und unerwarteten Rückschlag brauchen wir jede Hilfe und jeden Rat den wir bekommen können.
Doch wir wollen auch klar stellen, dass wir uns nicht entmutigen lassen, für unsere Meinung aufzustehen und andere Menschen zu motivieren.

Für die Freiheit, für das Leben!
Jugendantifa Kreis Steinfurt

Solidaritätsaufruf des Antifaschistischen Netzwerkes Münster- und Osnabrücker Land

Solidarität mit antifaschistischen Jugendinitiativen

Am Samstag den 19. April 2008 sollte im Jugendkulturzentrum “Scheune” in Ibbenbüren (Kreis Steinfurt) ein Rock gegen Rechts unter dem Titel “love music – hate fascism” stattfinden. Die Jugendantifa Kreis Steinfurt organisierte diese
über mehrere Monate und wollte damit auf die zunehmende Organisierung der
extremen Rechten im Kreis Steinfurt aufmerksam machen und kulturelle Alternativen zu rechten Aktivitäten bieten.

Bereits letztes Jahr hat der NPD-Kreisverband Steinfurt angekündigt bei der Kommunalwahl 2009 in den Steinfurter Kreistag einziehen zu wollen und verstärkt seither seine Aktivitäten im gesamten Landkreis. So werden regelmäßig Flugblattverteilungen, Infostände, Mahnwachen und Saalveranstaltungen der neonazistischen Partei durchgeführt. Dieser zunehmenden Organisierung der NPD muss Widerstand entgegengebracht werden. Hierzu zählen gerade auch kulturelle Veranstaltungen – wie das geplante und dann kurzfristig vom Leiter der “Scheune” verbotene Rock gegen Rechts. Auch das Jugendamt der Stadt sah sich nicht in der Lage zu handeln und machte das Verbot des “love music – hate fascism” endgültig.

Dieses Verbot ist aus zweierlei Hinsicht fatal. Zum einen werden engagierten Jugendlichen Handlungsspielräume im notwendigen Agieren gegen Rechts genommen. Zum anderen wird der neonazistischen NPD signalisiert, dass sie in Ibbenbüren auf wenig Gegenwehr stoßen wird. Dies könnte die NPD sehr leicht aufgreifen um ihre Handlungsspielräume in Ibbenbüren zu vergrößern.

Um die extreme Rechte und deren Ideologien in ihrer Ausbreitung zu behindern, muss demokratisches und antifaschistisches Engagement gefördert werden.

Daher fordern wir vom Jugendkulturzentrum Scheune und der Stadt Ibbenbüren:
- Eine öffentliche Stellungnahme und Begründung zu dem Verbot des “love music – hate fascism”.
- Die vollständige Übernahme der entstandenen Kosten für die Bands und Werbung.
- Demokratischen und antifaschistischen Initiativen in Zukunft Zugang zu öffentlichen Räumlichkeiten zu ermöglichen.
- Ein merkliches Engagement in städtischen und städtisch-finanzierten Einrichtungen gegen das Erstarken und die Aktivitäten der extremen Rechten.

Diesen Aufruf unterstützen bisher:
Antifaschistisches Netzwerk Münster- und Osnabrücker Land
Grüne Jugend Rheine
BezirksschülerInnenvertretung Steinfurt
Improtheatergruppe Loco-Motive aus Lotte und Umgebung
Rainer Sauer, Kreissprecher DIE LINKE. im Kreis Borken
Antifa Ahlen
Emanzipatorische Aktion Münster – Lotta Antifascista
Telgte – links ab!
Band “Die Einsamen Kavalliere”
Autonome Antifa Rheine
Bündnis gegen Rechts Barnstorf/Diepholz
Naturfreundejugend Münster
roots of compassion
Antifa Paderborn
Antifaschistisches Archiv Münsterland
Heiner der Rockmusiker für Kinder
FairTradeMerch.com
Krusty Crew, Bielfeld
Antifaschistische Aktion Nordhorn
Linksjugend [’solid] Kreis Soest
JungdemokratInnen/ Junge Linke Münster
Bündnis gegen Rechts Lippstadt
Offenes Plenum der Detmolder Antifa-Gruppen
www.hiergeblieben.de
Antifaschistische Linke Münster
Kulturinitiative Detmold e. V.
Grüne Jugend Steinfurt
Umweltzentrum e. V.
Interkulturelles Zentrum “Don Quijote”
Antifaschistische Aktion Osnabrück
FAU/IAA – Lokalföderation Münster
Antifaschistische Aktion Vechta
[’solid Düsseldorf]
LiVe (Linkes Vechta)
Laerifari e.V.
BündnisGegenRechts Vechta/Diepholz
Antimilitaristische Gruppe Münster
Antifa Büren
Ulla Jelpke, DIE LINKE, Mitglied des Bundestages
Linksjugend [’solid] Münster
Infoladen Bankrott
Linksjugend [’solid] Herford
A.K.A: rabatz Harsewinkel
Courage gegen Rechts – Gütersloh
Courage AG des Gymnasiums Syke
Christopher Cheeseman (Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück für die Osnabrücker Linke WählerInnengemeinschaft)
VVN-BdA Münster

Wenn ihr diesen Aufruf unterstützen wollt, worüber wir uns sehr freuen würden, dann schickt eine kurze Mail an contact@antifa-netzwerk.de. In diese Mail schreibt ihr auch, in welcher Form ihr genannt werden wollt (Bsp. Gruppe gegen Rassismus Buxdehude oder Henriette Mayer Vorstandsmitglied Verein XY). Wir werden täglich die Liste der Unterstützenden auf der Seite aktualisieren. Bitte leitet diese Solidaritätserklärung auch an andere Gruppen, Vereine und Initiativen weiter.

Spontane Kundgebung als Reaktion auf Konzertverbot

Am 19.04.08 trafen sich etwa 60 Personen um einer friedlichen Kundgebung
mit dem Motto „Still loving music – Still hating fascism“ auf dem
Parkplatz des Jugendkulturzentrums Scheune beizuwohnen. Während vor der
danebenliegenden Sporthalle von einem Sportverein gegrillt wurde,
spielten 2 Bands einige Lieder und die anwesenden Jugendlichen härten
einer Rede der Jugendantifa Kreis Steinfurt (Jakst) zu.
Eigentlich hätte an diesem Tag ein Rock gegen Rechts mit dem Namen „Love
music – Hate fascism“, welches von der Jakst organisiert wurde,
stattfinden sollen. Der Leiter der Scheune verbot dies allerdings
kurzfristig und auch das Jugendamt der Stadt sah sich nicht in der Lage
zu handeln und machte das Verbot des Konzertes endgültig.
Die heraufbeschworene Gefahr eines Übergriffes von Rechts, der als Grund
für das Verbot des Konzerts herhielt, erwies sich dabei als vollkommen
unbegründet.
„Die Stimmung hier ist super und alle verstehen sich gut. Es ist
wirklich schade, dass die Scheune das Konzert verboten hat, denn sonst
hätte man bestimmt ein noch deutlicheres Zeichen gegen Rassismus setzen
können.“, äußerte auch die 17-jährige Anna G. aus Ibbenbüren.
Gegen 20:30 Uhr wurde die Kundgebung vom Veranstalter aufgelöst
Unserer Redebeitrag ist unter Texte zu finden.

still loving music – still hating fascism

still Loving Music – still Hate Fascism
Love Music – Hate Fascism hätte der Name eines Gourmet Konzerts sein sollen. Doch kann dies nicht in der geplanten Form vollzogen werden, da sich der Leiter des JKZ Scheune Ibbenbüren kurzfristig von den Veranstaltern des Konzerts distanziert hat.
Dies stieß neben Überaschung auf Unverständnis, doch auch ein Gespräch mit dem Leiter konnte diesen nicht umstimmen. Vier Monate Vorbereitungszeit waren so kurz vor dem Konzert zu nichte gemacht.
Das Verbot fusst hierbei auf der Unterstellung, dass ein Rock gegen Rechts, das von der Jugendantifa organisiert wird, zwangsläufig in Auseinandersetzungen endet.
Es kann also von einer Absage des Veranstalters aus organisatorischen Gründen, wie es die Zeitung schreibt, nicht dise Rede sein.
Durch diese Argumentation wird couragierten Jugendlichen die Möglichkeit genommen, sich durch ein Rock gegen Rechts politisch zu äußern. Das Rock gegen Rechts und ähnliche Veranstaltungen sind notwendig, weil wir als betroffene Jugendliche beobachten, dass rechtes Gedankengut immer salonfähiger wird. Dies soll nicht der Normalzustand sein, weder heute noch in Zukunft. Ein Beispiel ist die Kommunalwahl 2009, wo die NPD den Kreis Steinfurt als Schwerpunkt ihrer Bemühungen ausgesucht hat. Ein Verbot des Konzertes macht es den Rechten viel zu leicht.
Die Rechten mussten weder Gegenaktionen durchführen noch andersweitig aktiv werden und trotzdem wird ihnen unnötig viel Raum zugesprochen.
Wir können, wollen und werden das nicht hinnehmen. Aus diesem Grunde gibt es am Samstag den 19.04.08 um 19:00 Uhr eine spontane Kundgebung auf dem Parkplatz an der Scheune, mit Unterstützung einiger der Bands.

Sei trotz oder gerade wegen des Verbotes dabei!

Bis dann,
Jugendantifa Kreis Steinfrut

love music – hate fascism…

Wir organisieren am 19 April ein Konzert unter dem Motto „Love music – Hate fascism“ im Jugendkulturzentrum Scheune, in Ibbenbüren.

die infos zum anhören…unser abgefahrene jingle:

mit den Bands…

Chin Chiller Clan aus Osnabrück (treibende Mischung aus Ska und Reggae)
Choke-isp aus Hannover (fetziger Skapunk aus dem Norden)
Bodhi Trees aus Lengerich (ansprechender Indierock )
Good Day Girl aus Ibbenbüren (lokale Neuheit in Sachen Grunge/Alternativ)

Einlass 19 Uhr Beginn 20 Uhr Eintritt 4 €

Nazis hetzen auf Fußballplätzen, Schulhöfen und auf offener Straße, die NPD hat für ihren Wahlkampf zur Kommunalwahl 2009 in NRW Kreis Steinfurt zu ihrem obersten Ziel erklärt.
Rechtes Gedankengut schwirrt herum und hat schon längst angefangen Fuß zu fassen.
Ein großer Irrtum ist, dass die Nazis nur im Osten hocken, denn sie sind schon in deinem Vorgarten aktiv.

LOVE MUSIC – HATE FASCISM ist nicht nur der Name eines Gourmet-Konzerte, sondern soll das Augenmerk darauf richten, dass es der NPD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten
heute und 2009 entgegenzutreten gilt. Wir müssen sie daran hindern ihre menschenverachtene Propaganda zu verbreiten und in den Kreistag einzuziehen.
Mach mit- werde aktiv!
Triff dich mit Gleichgesinnten beim Konzert!

Außerdem gibt es den ganzen Abend einen Infostand, wo ihr Informationen über den braunen Mob bekommen könnt.

Jkz Scheune, wo ist das denn? Ganz einfach:
Jugendkulturzentrum Scheune
Am Sportzentrum 27-30
49477 Ibbenbüren